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• WETTER, ANREISE ... UND DANN?
Jeder von uns gerät schon mal in Situationen, in denen er sich mit anderen Menschen unterhalten „muss“, auch wenn es kein gemeinsames Gesprächsthema gibt.
Das kann morgens im Bus oder Zug sein ... oder in der Pause mit den Kollegen ... oder im Aufzug mit dem Chef ... oder in der Schlange in der Kantine ... oder während der Mittagspause im Seminar ... oder ... oder ...
Was tun SIE dann? Fällt Ihnen immer etwas Pfiffiges ein, oder müssen doch meistens das Wetter oder andere Banalitäten herhalten?
Machen Sie es anders als andere! Ab sofort sind Sie in Situationen, in denen es drauf ankommt,
... nie mehr sprachlos!
Mit dem Small Talk-Thema des Tages werden Sie im Handumdrehen zum Profi-Plauderer. Täglich GRATIS ein neues Gesprächsthema im E-Mail-Postfach – da geht der Gesprächsstoff so schnell nicht aus.
Ob aktuelle Ereignisse, historische Anekdötchen, Wortspiele, das Neueste über das liebste Freizeitvergnügen der Elche oder den Labradoodle – mit dem Small Talk-Thema des Tages sind Sie für alle Gespräche bestens gerüstet.
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Das sagen zufriedene Small-Talk-Themen-Nutzer

Ich muss heute dringend ein Lob an Sie schicken! Jeden Tag freue ich mich über Ihren Newsletter, aber wenn es um die Elche geht, muss ich jedes Mal laut lachen. Weiter so und vielen Dank für Ihre sympathische Art zu Schreiben!
Lesen Sie hier weitere Meinungen.
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• Ihr Small Talk-Thema für den 18. Mai 2012*
Der alte und der junge Werther
Werther, der romantische Taugenichts, ist unsterblich in Lotte verliebt. Lotte ist geschmeichelt, bevorzugt aber den bodenständigen Verwaltungsangestellten Albert. Ein Absturz in Briefen. So in etwa lautet die moderne Kurzfassung von Johann Wolfgang Goethes berühmtem Roman um einen unglücklichen Selbstmörder.
Der DDR-Schriftsteller Ulrich Plenzdorf machte aus dem Romantik-Drama ein Stück aktuelle Zeitgeschichte, das heute vor 40 Jahren am Landestheater Halle uraufgeführt wurde. Unangenehm für die SED-Führung: Entgegen der Ideologie vom fortschrittlichen Arbeiterundbauernstaat mit glücklichen Werktätigen ließ sich kleinbürgerlicher Mief durchaus in realsozialistischem Ambiente darstellen.
Werthers alter ego heißt Edgar Wibeau, stammt von Hugenotten ab und verlässt seine verschnarchte Heimatstadt Frankfurt an der Oder, um im vermeintlich swinging Berlin (Ost) an den Konventionen und an einer unglücklichen Liebe zu scheitern. Er nistet sich in einer Gartenlaube ein und spricht seine Texte an den Kumpel - statt wie Goethes Protagonist Briefe an Freund Wilhelm zu schreiben - auf Tonband.
Das wird nach Edgars plötzlichem Tod gefunden und dem Leser (das Schauspiel erschien auch als Buch) beziehungsweise Theaterpublikum präsentiert. Mit originellem Kniff bringt der Autor Original und Kopie zusammen: Plenzdorf lässt Edgar auf der Suche nach Klopapier auf dem behelfsmäßigen Plumpsklo eine Reclamausgabe von Goethes Werther aufstöbern.
Die Liebe zur klassischen Literatur erfolgt erst auf den zweiten Blick: „Nach zwei Seiten schoss ich den Vogel in die Ecke. Leute, das konnte wirklich kein Schwein lesen. Beim besten Willen nicht. Fünf Minuten später hatte ich den Vogel wieder in der Hand.“
Mit Vogel meinte Edgar natürlich Die Leiden des jungen Werther, und bald vermeldet er, wenn auch widerwillig, Erfolg: „Drei Stunden später hatte ich es hinter mir.“
Es kommt, wie es kommen muss: Edgar nähert sich Goethes Romanfigur an und lebt, anfangs noch unbewusst, dessen Schicksal nach. Immer öfter sucht der Held von Die neuen Leiden des jungen W. Lebensrat in der klassischen Vorlage. Bald geht auch Plenzdorfs sozialismusgläubigstem Leser das Licht auf, dass sich im neuen Deutschland gegenüber Goethes Zeit nicht allzu viel zum Guten geändert hat.
Sein Lieblingszitat wird Edgar zur Werther-Pistole, die er immer dann zückt, wenn der Rebell in spießiger Umgebung an seine Grenzen gerät: „Es ist ein einförmiges Ding um das Menschengeschlecht. Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bisschen, das ihnen von Freiheit übrig bliebt, ängstigt sie so, dass sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden.“
Beide Werther-Versionen, Goethes alte und Plenzdorfs mittlerweile auch nicht mehr ganz so junge, haben sich ihre Aktualität bis heute bewahrt.
Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen
Ihr
Ralf Höller
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* Das Small Talk-Thema des Tages wird täglich (außer am Wochenende) um 11.00 Uhr aktualisiert.
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So bitte nicht!
Beginnen Sie Ihren Smalltalk nicht mit etwas Negativem oder mit einer Kritik. Sie sind schnell ins Fettnäpfchen getreten!
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Small Talk Satirisch beleuchtet
Dieses satirische Gedicht über Small Talk abgedruckt im Ratgeber Der große Knigge wurde erstmals 1908 in der Literaturzeitschrift "Jugend" veröffentlicht:
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Mehr als nur leeres Gerede
Small Talk ist eines der wichtigsten Mittel, um Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Und so funktionierts:
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